Lord of Ultima – Burgenguide

Anders als in vielen anderen Aufbaustrategiespielen gibt es in Lord of Ultima eine wichtige Unterscheidung von Städten, besitzen diese eine Burg oder keine. Dies ist eine der wichtigsten strategischen Entscheidungen im Spiel ob man eine Stadt zur Burg aufrüstet oder nicht. Dieser Guide soll dabei eine Hilfestellung geben wie man sich eine schlagkräftige Burg aufbaut und sie erfolgreich gegen Feinde verteidigen kann. Während die Verteidigung von gewöhnlichen Städten in Lord of Ultima relativ einfach auch gegen höher stufige Gegner zu bewerkstelligen ist, dadurch lohnt sich Plündern gegen aktive Gegner im Grunde selten, ist es notwendig sich eine genaue Strategie zur Burgverteidigung zurechtzulegen, schon bevor man diese errichtet.

Grundlegende Strategie

Wie schon im ersten Artikel über Lord of Ultima erwähnt, ist es eine Grundregel niemals gleich die erste Stadt zur Burg aufzuwerten. Denn Burgen können von Feinden eingenommen werden, Städte nicht. Sogar als zweite Stadt ist es schwer in einer etwas fortgeschritteneren Runde diese Stadt als Burg überhaupt halten zu können, wenn man nicht in einer den Kontinent beherrschenden Allianz sein Zuhause gefunden hat.
Die Hauptaufgabe einer Burg ist meist die Offensive und es ist aus wirtschaftlichen Gründen daher auch absolut notwendig sein eine Burg auf die Rekrutierung dieser Offensiveinheiten zu optimieren. Daher ist es unausweichlich, sich in der Nähe seiner Burg Städte zu bauen deren einziger Zweck in der Verteidigung dieser Burg liegt, da diese sich mit ihren Offensiven Einheiten nicht selbst ausreichend verteidigen kann. Ausgenommen ist hiervon eine Burg die an einem Schrein erbaut wurde. Hierbei ist die Burg Voraussetzung dafür einen Palast bauen zu können, wenn die Stadt erleuchtet wird. Hier ist allein die Verteidigung wichtig und die Optimierung auf eine hohe Baugeschwindigkeit.

Berserker, Magier oder Ritter?

Es gibt in Lord of Ultima drei wesentliche Angriffseinheiten. Sechs genaugenommen wenn man Hexenmeister, Katapulte und Kriegsgalleonen dazu zählt. Die meisten verwenden aber gerade zu Anfang Berserker. Sie sind am billigsten herzustellen und am flexibelsten einzusetzen. Berserker haben die im Vergleich höchste Tragekapazität zu ihrer Truppenstärke und eignen sich sonst hervorragend auch zur Schatzsuche. Dazu hat man immer auch die Möglichkeit in seiner Burg im Notfall die Produktion auf Verteidigungseinheiten umzustellen.
Da nun aber Berserker eine so weit verbreitete Angriffseinheit darstellt und viele sich in der Verteidigung darauf einstellen, ist es durchaus von Vorteil sich auf Magier oder Ritter zu spezialisieren um so sich einen deutlichen Kampfvorteil zu verschaffen, vorausgesetzt der Gegner kann sich nicht umstellen. Denn so billig Berserker herzustellen sind, so billig ist auch ihr Gegenpart der Jäger zu produzieren. Eine Berserkerarmee die gegen ein Heer von Jäger rennt, die dazu noch mit Türmen und Mauern verstärkt ist erleidet enorme Verluste. Doch gerade gegen die daher weit verbreitetste Verteidigungseinheit Jäger hat der Ritter seine beste Kampfwirkung, aber auch der Magier schneidet hier noch sehr gut ab. Der Ritter hat überdies noch Vorteile in der Geschwindigkeit, da die Einheit beritten ist.Zudem auch sehr gut für die Schatzsuche geeignet. Sie wäre die ideale Wahl als Burgbesatzung, wäre nicht ihr riesengroßer Nahrungsverbrauch. Der Ritter wird am besten durch Pikeniere gekontert. Die stärkste Offensiveinheit und auch mit dem geringsten Nahrungsverbrauch wäre der Magier. Dieser hat den höchsten Angriffswert von allen Einheiten in Bezug auf Truppenstärke und dazu noch einen geringeren Nahrungsverbrauch als Berserker, allerdings eine niedrige Tragekapazität. Er kämpft besonders gut gegen die Pikeniere aber auch gegen Jäger. Die effektive Verteidigung gegen Magier ist dazu teuer da Templer in Trinsic Tempeln hergestellt werden müssen. Der einzige Nachteil von Magiern ist allerdings die goldintensive Rekrutierung.

Da aber in Ställen und vor allem in Sonnenscheintürmen keine besonders guten Verteidigungseinheiten produziert werden können ist es hier von besonderer Bedeutung die Burg mit nahegelegenen Verteidigungsstädten zu unterstützen.
Hat man sich nun für eine Angriffseinheit entschieden die die Burg auszeichnen soll ist es enorm wichtig die Ausbildungsstädten für diese auszubauen. Die Rekrutierungsrate sollte weit über 1000% betragen, dafür sind so viele Exerzierplätze, Ställe oder Sonnenscheintürme wie möglich notwendig. Andernfalls kann man im Kriegsfall nicht schnell genug seine Verluste ausgleichen. Zudem ist eine Stadt die nur auf die Produktion und Lagerung der für die gewählten Offensiveinheiten benötigen Rohstoffe sorgt sinnvoll. Nur so können Armeen von mehreren zigtausend Einheiten aufgebaut und wieder aufgefrischt werden in einer akzeptablen Zeit.

Verteidigungsstrategie einer Burg

Bevor man die Verteidigung plant sollte man sich vor Augen führen für welche Situationen eine Verteidigung ausgelegt werden soll. Das Plündern einer Burg ist schlicht nicht lohnend, es bringt dem Angreifer nichts und meist hat er mehr Einheiten verloren als er Rohstoffe dabei bekommen kann. Bleiben noch der Auskundschaften, Überfall und Belagerung.

Verteidigung gegen Auskundschaften

Auch wenn dies meist keine direkten negativen Auswirkungen hat, ist es später in einem ausgedehnten Krieg äußerst wichtig die Anzahl und vor allem auch der Art seiner Truppen vor dem Feind zu verschleiern. Weiß der Gegner wie viele Jäger eine Burg bewachen, bricht er seinen Angriff mit Berserkern noch vor Ankunft ab und ein Allianzkollege wird erst mal seine Ritter in Bewegung setzen. Man sollte einen Angriff von 500 Kundschaftern erwarten und effektiv kontern können. Dafür sollten genügend eigene Kundschafter von den Verteidigungsstädten dauerhaft als Unterstützung zur Verfügung stehen. Zwei Aussichtstürme voll ausgerüstet sein und da die Kundschafter als Kavallerieeinheit eintrifft sollte ein Platz für eine voll ausgebaute Barrikade verwendet werden. Fallen haben in großen Massenschlachten nur wenig Nutzen, aber gegen eine kleine Einheit Kundschafter kann sie verheerend wirken.

Verteidigung gegen Überfälle

In Lord of Ultima gibt es Abstufungen der Kampfintensität, während bei Plünderungen und Belagerungen nur in einer geringen Intensität gekämpft wird, ist bei einem Überfall die höchste mögliche Kampfintensität am wirken. Etwa 5 mal höher als bei Plünderungen bzw. Belagerungen. Zwar werden auch bei einem Überfall Rohstoffe erbeutet, doch das Ziel liegt eindeutig in der Zerstörung, der Armee oder Verteidigung der Burg. Man sollte sich im Verlauf des Spieles sich einen Überblick verschaffen auf welche Einheiten sich welche Feindburgen spezialisiert haben, so dass man seine Verteidigung entsprechend anpassen kann. Seine eigenen Angriffseinheiten sollte man für die Zeit des Überfalls am besten wegschicken, da diese in der Schlacht nur unnötig viele Verluste erleiden würden. Es sollten nur die Einheiten noch in der Burg zugegen sein, die einen Vorteil gegen die Einheiten des Gegners haben. Meist werden Überfälle jedoch nicht einzeln durchgeführt sondern erfolgen im Rahmen der Vorbereitung einer Belagerung.

Verteidigung gegen Belagerung

Belagerungen in Lord of Ultima sind immer groß angelegte Einsätze. Jede Belagerung dauert mindestens 10 Stunden bis der Baron eine Burg übernommen hat. Stirbt der Baron ist der komplette Belagerungsfortschritt bis dahin zunichte. Ziel der Verteidigung liegt daher immer im Ausschalten des Barons. Oft werden einer Belagerung Überfälle vorausgeschickt mit dem Ziel die Verteidigung zu Dezimieren oder Auszuschalten. Aus dem Grund sind nahegelegene Verteidigungsstädte so wichtig. So kann man seine Verteidiger hin- und herschicken und im jeweils richtigen Moment die jeweils passende Verteidigungseinheit zur Geltung bringen. Es bringt nicht seine Verteidigung in den Überfällen abnutzen zu lassen wenn dann die Einheiten fehlen um die Belagerung zu stoppen. Auch sollte Unterstützung der Allianz und der Nachbarn möglichst erst zu einem späteren Zeitpunkt eintreffen um den Überfällen auszuweichen. Am besten erst nach zwei Stunden Belagerung. Ein weiteres taktisches Mittel das einem als Verteidiger zur Verfügung steht ist der Nachtschutz. Je geringer der Vorteil in Truppengröße zwischen Angreifer und Verteidiger ist desto langsamer schreitet eine Belagerung voran. Steht mehr Truppengröße dem Verteidiger zur Verfügung sinkt sogar der Machteinfluss des Barons. So kann es sinnvoll sein auch wenn es durch viele Verluste erkauft sein wird, unpassende Verteidiger oder gar die Offensiveinheiten in die Burg zu nehmen um die Belagerung in die Länge zu ziehen bis Verstärkung eintrifft, oder man zusätzlichen Verteidigungsbonus durch den Nachtschutz erhält.
Man sollte bedenken das das Verschieben von Einheiten aus der Burg heraus nur vor einer Belagerung möglich ist. Ist eine Belagerung am laufen ist es unmöglich seine Einheiten fort zu schicken um sie z.b. vor Überfällen in Sicherheit zu bringen. Daher ist es wichtig seine Angriffseinheiten rechtzeitig in Sicherheit zu bringen wenn man es vorhat. Man kann allerdings weggeschickte Einheiten jederzeit wieder zurückrufen, oder Unterstützung von seinen anderen Städten hinzuziehen.

Fallen oder Türme?

Greift der Feind mit Berserkern an, so hat er diese meist in rauen Mengen. Fallen nehmen zwar einige Einheiten aus dem Gefecht, aber im Vergleich zu der angreifenden Truppenstärke viel zu wenig, zumal Berserker eine sehr billige Einheit sind. Da aber Jäger auch in rauen Massen zu produzieren sind, wird man auch hier jede Menge zur Verfügung haben. Der Vorteil von besetzten Türmen ist enorm, daher sollte man sich ganz klar für Jägertürme entscheiden.

Bei großen Angriffen schickt der Feind jedoch auch sicher Kavallerie mit, diese trifft aufgrund des hohen Nahrungsbedarfs aber nur in deutlich geringerer Zahl ein. Außerdem verbrauchen Pikeniere bei der Rekrutierung Gold, sind also nicht ganz so billig wie Jäger. Hier bietet sich eine 50:50 Lösung an. 50% Wachtürme für Pikeniere und 50% Barrikaden. Wenn man weiß das der Gegner kaum mit Kavallerie eintreffen wird, kann man hier auch ganz auf Barrikaden setzen.

Ist bei einem Angriff mit Magiern zu rechnen so sollte man hier 50% Templertürme bauen und 50% Arkane Fallen.

Zu guter Letzt noch die Verteidigung gegen Artillerie oder Schiffe. Für eine ziemlich lange Zeit nach Beginn einer Runde sollte es noch selten vorkommen das überhaupt Belagerungsmaschinen bei einem Angriff im Einsatz sind und wenn dann in geringen Stückzahlen. Es empfiehlt sich daher eher einmal nur auf Camouflage Fallen für den Notfall zu setzen. Ballisten sind zwar nicht teuer, aber können sich nur schwach gegen andere Angriffe verteidigen. So spart man sich die Zeitraubende Rekrutierung und das Vorhalten einer Werkstatt.
Beherbergt die Burg einen Palast, oder steht in der Nähe einer Palastburg aus der gleichen Allianz, sieht es hier natürlich völlig anders aus. Hier ist die größte Bedrohung ein Angriff mit Schiffen. Große Allianzen die um den Titel Lord of Ultima kämpfen werden große Flotten in Bewegung setzen um diese Palastburg zu zerstören. Hier sind vor allem Ballistentürme wichtig und der Schutz mit Schaluppen.

(Screenshots aus dem Spiel Lord of Ultima von Electronic Arts)

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