World of Tanks: Hetzer Guide

Als ich damals mit World of Tanks anfing war einer der ersten Panzer vor denen ich wirklich Angst hatte der deutsche Jagtpanzer Hetzer. Ich kann mich noch an ein Spiel erinnern in denen unser Team 4 Panzer übrig hatte und das gegnerische nur noch einen, einen Hetzer. Wir hatten keine Chance. Der Jagdpanzer 38(t) wie der Hetzer offiziell hieß, ist als Tier 4 Jagtpanzer wenn er denn als Top Tier antreten kann eine furchteinflössende Tötungsmaschine. Zum einen ist er schwer zu entdecken, hat für seine Tier Stufe eine gute Panzerung die für deutsche Verhältnisse auch noch perfekt geschrägt ist und dazu eine Kanone die in der Lage ist jeden Panzer aus dem gleichen Tier, oder darunter mit nur einem Schuss in Altmetall zu verwandeln. Doch diese Kanone ist neben der Panzerung eine weitere ziemlich untypische für einen deutschen Panzer, sie ist recht ungenau und mit hoher Ladezeit verbunden. Dieser Guide soll dabei helfen das wahre Potenzial des Hetzers voll auszuspielen, denn er taugt hervorragend als Farmpanzer.

Der Schock

Man erreicht den Hetzer in World of Tanks über den Marder II. Der Marder II ist ein überaus wendiger Panzerjäger der dazu für seine Tier Stufe eine unverschämt gute Kanone hat, eine russische Beutekanone die genau schiesst und dazu eine sehr hohe Penetration aufweist. Panzer im Stockzustand sind immer eine Qual doch im Vergleich zu dem vorherigen Marder ist der Stock Hetzer ein reinster Schock. Er ist erst mal langsam und behäbig, und seine Kanone deutlich schlechter. Selbst voll ausgebaut wird der Hetzer keine Kanone mit so hoher Penetration wie der Marder besitzen. Wer also auf typisch deutsche genaue und durchschlagsstarke Waffen setzt sollte vielleicht besser gleich zur Stug III weiterleveln. Die Qualitäten des Hetzers liegen allerdings woanders und die machen ihn denke ich zu einem äußerst interessanten Panzerjäger, wenn man ihn erst einmal schätzen gelernt hat. Denn der große Vorteil des Hetzers liegt in seiner kurzen 10,5 cm Stummelkanone. Denn auch wenn diese kaum Durchschlagskraft besitzt, kann sie so mit HE Granaten so gut wie jeden Panzer beschädigen und wenn die Granate es sogar schafft durch zum Beispiel die schwach gepanzerte Seite einzudringen enormen Schaden verursachen, der sogar mit einem Schuss die Anzahl der eigenen hp locker übersteigt. So ist selbst ein Panzer IV ein oneshot kill wenn man ihn richtig in der Seite oder am Heck trifft.

Besatzung

Wer einfach nur schnell zur StugIII kommen möchte, für den ist die Besatzung kein großes Thema. Viel reißen wird man dabei aber mit seinem Hetzer nicht. Wenn man ihn dagegen auch langfristig in der Garage halten möchte, so sollte man sich die 75% ausgebildete Besatzung gönnen. Vor allem da die 10,5 Stummelkanone eh eine sehr große Streuung aufweist, sollte man schon eine erfahrene Besatzung haben um mit dieser auch etwas zu treffen. Meiner Erfahrung nach macht die erst richtig Spaß ab einer Besatzung über 90%. Darunter kann man sich überlegen lieber mit einer der beiden 7,5 cm Kanonen zu spielen und den Hetzer ähnlich dem Marder II einzusetzen.
Die zusätzlichen Skills der Besatzung sind bei einem Jagtpanzer recht einfach gewählt. Am besten macht sich hier immer noch die Tarnung. Nur ein unentdeckter Jagtpanzer ist ein guter Jagtpanzer, das gilt auch für den Hetzer. Hat man den langen Weg hinter sich die Tarnung zu meistern kann man nun wählen ob man lieber Waffenbrüder nimmt, um die Fähigkeiten der Crew noch zu erhöhen, es soll auch nochmal einen Bonus auf den Tarnungsskill geben. Oder aber ob man sich entscheidet für den Kommandanten Sechster Sinn zu nehmen um rechtzeitig zu merken ob man enttarnt ist oder nicht. Für den Richtschützen bietet sich dann angesetztes Ziel an um einmal anvisierte Ziele nicht so schnell aus den Augen zu verlieren. Dem Fahrer würde ich Meister am Bremshebel geben und dem Ladeschützen Vorahnung. Manchmal kann es sinnvoll sein, auch wenn der Unterschied im Durchschlag nicht groß ist, auf AP Granaten zu wechseln. Der Schaden von AP wenn der Schuss durchkommt ist deutlich höher als von einer HE Granate die nicht durch die Panzerung eindringen kann. Dies wäre aber bei der regulären langen Ladezeit ziemlich umständlich.

Module

Als Module sind vor allem Ferngläser und Tarnnetz zu empfehlen, diese haben den großen Vorteil auch ganz einfach ohne zusätzliche Kosten auf anderen Panzern eingebaut werden zu können und passen ideal zu der Spielweise eines Jagtpanzers. Als drittes ist dann noch der Ansetzer so gut wie Pflicht, da besonders die 10,5 Stummelkanone eine lange Ladezeit aufweist.

Der Weg über den Stockhetzer

Auch wenn der Hetzer lahm wie eine Krücke ist empfielt es sich nachdem die Ladekapazität durch die neuen Ketten erhöht wurde als erstes sich eine bessere Kanone zu erforschen. Anders als sonst bei Panzern üblich hat man die Waffen nicht hintereinander sondern hat gleich die Auswahl diejenige Kanone der Wahl direkt zu erforschen. Wer den Hetzer nur spielt um die StugIII zu bekommen, der sollte sich auf die 7,5cm PAK 39/L48 konzentrieren. Sie ist zwar nicht bedeutend besser als die Standartkanone des Hetzers, aber im Forschungsbaum der StugIII müsste sie auf dem Weg zur richtig guten Stug Kanone sowieso erforscht werden. Wer sie also auch einbauen möchte, kann sich diese Kanone auch anschließend ins Depot legen und auf der Stug weiterverwenden. Die 10,5 kann zwar auch in der Stug verwendet werden, ist aber keine zwingende Voraussetzung um die bessere Kanone oder den Jagtpanzer IV zu erforschen.

Wer jedoch plant erst mal den Hetzer ausgiebig zu spielen, da er ihn auch behalten möchte und dazu noch eine recht gute Crew also mindestens 75% aufwärts hat, der sollte zuerst die 10,5 cm Stummelkanone erforschen. Diese ist auch die Kanone die im Spielstiel am besten zum Hetzer passt und ihn so gefährlich werden lässt. Hat man die Kanone der Wahl erforscht kann man erst den Motor und dann das Funkgerät erforschen.

Im Stockpanzer muss man sich erst mal von der gewohnten Spielweise des Marders lösen. Wenn man das Glück hat und als Toptier spielt kann man die meisten auch frontal angreifen, in der Regel aber wird man nicht oben sondern eher hinten in der Nahrungskette stehen und da fehlt einem einfach verglichen mit dem Marder deutlich an Durchschlagskraft. Dies sorgt dafür das man am besten Hinterhalte legt und sich so versteckt das man die Gegner möglichst aus der Seite erwischen kann. Die Panzerung ist zwar gut und man kann viele Schüssen von gleichen oder niedrig stufigen Panzern abblocken, aber gegen höhere Gegner ist diese durchlässig wie Papier und man selbst hat kaum hp um Schüsse wegstecken zu können. Man ist also meist nach 1 oder zwei Treffern Geschichte. Das bedeutet das man sich zurückhalten sollte und das aufdecken der Gegner am besten anderen überlässt. Später wenn man den Hetzer ausgebaut hat kann man auch selbst Angriffe vortragen und überfallartig Gegner in einem ungünstigen Moment erwischen. Spielt man mit der 10,5 Stummelkanone und muss noch die Besatzung ausbilden sollte man sich darauf einstellen das sehr viele Schüsse daneben gehen. Ich kenne im deutschen Forschungsbaum keine Kanone die eine höhere Streuung aufweist. Ein Glück ist die Munition so billig, man kann nur leider nicht viele davon einstecken und sollte sich daher die Schüsse auf extrem langen Distanzen gut einteilen.

Der Hetzer als Elite

Nachdem die Besatzung ihre volle Leistungsfähigkeit erreicht hat und der Hetzer neben der 10,5 Stummel auch den besten Motor eingebaut hat, kann man so richtig loslegen. Zumindest als Top Tier. Es ist teilweise so dann man ein komplettes Gefecht fast alleine beherschen kann, wenn das gegnerische Team nicht zusammenarbeitet. Man selbst ist nur schwer zu entdecken und die meisten Gegner sind mit einem Schuss erledigt. Haben also keine Möglichkeit zurückzuschießen. Und selbst wenn, ist prallen viele Schüsse durch die Schräge Panzerung ab. Vor der Artillerie muss man sich aber als fast einzig wirklichem Gegner in Acht nehmen. Die eigene Stärke sollte einen allerdings nicht dazu verleiten blind vorzustürmen. Man selbst hat keine große Sichtweite und so sollte man immer verbündete Panzer in seiner Nähe haben die für einen spotten. Schön sieht man diese Verhalten im Video das ich unten angehängt habe. Hier ist durch den Gamemode der Hetzer gezwungen aktiv anzugreifen.

Oft wird man allerdings den Hetzer als Lowtier fahren müssen. Hier heißt es sich besonders gut in Tarnung zu halten und den Gegner nur aus dem Hinterhalt anzugreifen. Man sollte seine Ziele gut selektieren. Die Franzosen geben dank ihrer leichten Panzerung immer ein sehr gutes Opfer für die 10,5cm Stummelkanone ab. Doch auch wenn man nicht durchschlägt so kann man fast immer Schaden anrichten. Es ist aber hier deutlich von Vorteil wenn man auf die Schwachstellen schießt, auch wenn das bei dieser Streuung relativ schwer ist diese auch zu treffen. Es ist daher wichtig vor allem von der Seite oder von Hinten den Gegner zu erwischen. Und selbst im Nahkampf sollte man sich überlegen ob es sinnvoll ist direkt frontal den Gegner zu treffen, oder wenn die Möglichkeit besteht ihn lieber zu umfahren und in die Seite zu schießen. Denn oftmals sind selbst mittlere Tier V Panzer ein Oneshot, wenn man mit den HE Granaten in ihre schwache Seite eindringt.

(Screenshots und Video aus dem Spiel World of Tanks von Wargaming.net)

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